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Wenn man sich mit der Thematik der Gebäude-Dämmung beschäftigt, stößt man immer wieder auf Fachbegriffe, die hier kurz erläutert werden sollen.

Dämmstoffe

Bei der Dämmung eines Gebäudes kommen hauptsächlich Glas- und Mineralwolle im Bereich der Wände und des Daches, sowie geschäumte Kunststoffe im Bereich der Sohlplatte zum Einsatz. Dämmstoffe aus natürlichen Materialien wie Schafwolle oder Zellulose spielen nur eine untergeordnete Rolle, da bei diesen Materialien die Kosten erheblich höher liegen und die Dämmwerte bei gleicher Materialstärke deutlich schlechter sind. Vor allem auch eine Dämmung im Bereich der Sohlplatte hat in den letzten Jahren an Wichtigkeit gewonnen.

Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG)

Dämmstoffe sind in unterschiedlichen Wärmeleitgruppen erhältlich. Die Maßeinheit für die WLG ist W/mK. Generell gilt: je niedriger dieser Wert, desto besser die Wärmedämmung. Die eingesetzten Dämmmaterialien sollten mindestens einen Wert von 0,040 W/mK aufweisen, besser wäre ein Wert von 0,035 W/mK oder niedriger.

Luftdichtigkeit

Diese Thematik hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Undichte Bauteile verursachen unter Umständen erhebliche Wärmeverluste und sind damit nicht nur für höhere Energiekosten, sondern auch für eine stärkere Belastung des Klimas verantwortlich. Ebenso ist Schimmelbildung innerhalb von Gebäuden häufig auf undichte Bauteile zurückzuführen. Daher ist der Dichtigkeit eines Gebäudes höchste Aufmerksamkeit zu widmen. Vor allem im Leichtausbau muss sorgfältig gearbeitet werden, um später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.


Blower-Door-Test


Die Luftdichtigkeit eines Gebäudes wird mittels des so genannten Blower-Door-Tests ermittelt. Durch einen Ventilator, in der Regel im Bereich der Haustür montiert, wird Luft in das zu untersuchende Gebäude gedrückt oder herausgesaugt. Hierbei wird zum Umgebungsdruck eine Druckdifferenz von 50 Pa (Pascal) erzeugt, was etwa 5 Windstärken entspricht. Mit Hilfe geeigneter Messinstrumente werden die Druckdifferenz und die Luftmenge gemessen, die der Ventilator transportiert.

Dabei muss der Ventilator soviel Luft nach außen befördern, wie durch vorhandene Leckstellen in das Gebäude eindringt (bei der Unterdruckmessung). Der gemessene Luftstrom wird durch das Volumen des Gebäudes geteilt. Der so ermittelte Wert der Luftwechselrate n50 gibt Aufschluss über die Dichtigkeit eines Gebäudes. Sollen Fördergelder der KfW in Anspruch genommen werden, sind bezüglich der Luftdichtigkeit strengere Anforderungen als die der gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

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