
Ein sehr angenehmes Klima, trotz des Neubaus
Bei dem Gedanken an einen frisch bezogenen Neubau denken viele an Feuchtigkeit und zumindestens leicht beschlagene Scheiben. Ich habe mal gehört, dass bei einem herkömmlichen Kalksandstein-Bau ca. 12.000 Liter Wasser verbaut werden. Bei VarioSelf sollen es nur ca. 3.000 Liter gewesen sein. Das merkt man sofort. Obwohl das Haus gerade frisch erstellt und eingerichtet wurde, ist nichts von Feuchtigkeit zu spüren. Keine beschlagenen Fenster, keine feuchten Fußleisten. Im Gegenteil, wohlige Wärme, schon sehr kurze Zeit, nachdem wir die Heizung nur wenig aufgedreht haben. Als wir dann den Kaminofen anmachen, mußten wir die Heizung sehr schnell wieder ganz abdrehen, sonst wäre es viel zu warm geworden. Das Prinzip der Leca-Wände scheint sich zu bewähren.
Ein toller Blick und holperige Grüns
Wir waren schon vorgewarnt. Auf der Internetseite des Golfclubs Sassnitz heißt es, dass die Grüns noch nicht ganz so gut sind. Zum Glück haben wir uns am Samstag-Nachmittag die Grüns in Natura angesehen. So blieb uns die Enttäuschung erspart, die wir gehabt hätten, hätten wir dort tatsächlich spielen wollen. Holperig ist eine gnadenlose Untertreibung. Es kann sein, dass hier schon länger nicht mehr gespielt wurde. Auf diesen Grüns zu putten hätte noch viel mehr mit Glück als sonst zu tun. Aber der Blick von der Steilküste ist phantastisch!!
Ein Super-Tipp zum Essen
Der Tipp war richtig gut. Man hatte uns das “Gastmahl der Meeres” in Sassnitz am Hafen empfohlen. Was lag also näher, als sich Samstagabend auf nach Sassnitz zu machen und dort essen zu gehen. Die Fahrt entlang des Hafen erinnert uns an den einen oder anderen Krimi, der hier gedreht sein könnte. Zum Teil sieht es sehr verlassen aus, dann wieder ein paar Fischfirmen und die Fischer-Boote. Nach einer Kurve taucht überraschend eine ganze Häuser-Zeile mit Restaurants und Gaststätten auf. Wir können genau gegenüber dem Hotel und Restaurant “Gastmahl der Meeres” parken. Nach ca. 50 Metern empfängt uns eine wohnliche, gemütliche Atmosphäre. Die Tische sind fast alle besetzt - und das zu dieser Jahreszeit. Die Auswahl und Güte der Speisen bestätigt uns, dass dies wirklich ein guter Tipp war. Hier kommen wir gern wieder her.
Kann man im Dunkeln am Strand laufen???
Es ist 18.00 Uhr, draußen ist es dunkel. Ich würde dennoch gern laufen. Geht das noch? Wohin? Wie sind die Wege hier? Langes Grübeln bringt nichts, besser die Laufhose, -shirt und Joggingschuhe an und los. Zum Glück habe ich eine Taschenlampe dabei. Zunächst brauche ich sie, doch schon nach wenige Metern versuche ich es ohne. Man kann den Plattenweg erahnen, es reicht zum langsamen Laufen - bis kurz vor der Kreuzung, wo ich dann doch in eine etwas tiefere Pfütze trete. Jetzt sind Schuhe und Füße eben naß, macht auch nichts. Ich wende mich nach rechts, in Richtung Binz. Hier soll irgenwann ein Fahrradweg kommen - und da ist er auch schon. Kurz vor dem Ortsschild Neu-Mukran beginnt er. Dann am Parkplatz über die Straße und einen kurzen Blick auf die Informationstafel. Sie gibt mir einen guten Überblick über die nähere Umgebung. Es gibt einen Rügen-Wanderweg, einen Fahrradweg, der mindestens bis Binz läuft und natürlich den Strand. Ich laufe zunächst auf dem Fahrradweg weiter, biege dann aber doch links ab, zum Strand. Die Taschenlampe weist mir den Weg bis zum Wasser. Dann versuche ich es wieder - ohne Taschenlampe. Und es geht. Viel besser als erwartet. Erstaunlich, wo es doch von drinnen stockdunkel aussah. Ich konzentriere mich auf den schmalen hellen Streifen zwischen den auslaufenden Wellen und den dunkleren Steinen. Der Sand ist schön fest. Ich genieße das Laufen, das leichte Rauschen der Wellen auf der linken Seite, die frische Luft. Die Bäume, rechts vom Strand sind nur zu erahnen. So laufe ich meine ersten 2-3 Kilometer auf Rügen, drehe dann um und bin nach insgesamt ca. 35 Minuten wieder im Ferienhaus. Ich genieße die heiße Dusche und freue mich aufs Abendbrot.
Rügen im Herbst
Wir schreiben den 4. November 2005. Herbst an der Ostseeküste auf Rügen. Nach einem Workshop mit der VarioSelf Gruppe dürfen wir das erste Mal in das neue Musterhaus im Seepark Sassnitz. Die Spannung steigt. Das Haus kennen wir schon vom Prospekt. Aber wie wird die Lage sein? Wie nah ist es wirklich zum Strand? Und wie wird der Strand aussehen? Kann ich dort joggen? - die typischen Fragen also, die man sich vor seinem (Kurz-) Urlaub stellen mag. Wir fahren von Binz aus in Richtung Sassnitz. Der Ostseestrand liegt rechts von der Straße, verborgen hinter einem schmalen Kieferwäldchen. Ab und zu läßt sich ein Blick auf die kilometerlangen KDF-Gebäude am Strand von Prora erahnen. Ich werde sie mir morgen beim Joggen einmal ansehen. Das Orstsschild von Neu-Mukran kündigt den nahen Fährhafen an. Doch diesmal geht es nicht nach Trelleborg oder Bornholm, dieses mal biegen wir kurz hinter Neu-Mukran links ab, in Richtung Staphel. Auf einen Plattenweg, der noch aus der DDR-Zeit stammen dürfte. Genau wie der kleine Campingplatz gleich links. Nach ca. 200 Metern sind wir da. Ein Bauschild “Willkommen im Seepark - Sassnitz” zeigt, dass hier einige Ferienhäuser und Einfamilienhäuser entstehen sollen. Zu erkennen ist auf den ersten Blick nur das VarioSelf-Musterhaus. Die Einfahrt ist frisch gepflastert, genau wie der kleine Vorgarten frisch gemulcht, bereits winterfest erscheint.
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